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Speck-drum-Wetterau

Der Schlauchmagen (Sleeve Resection - Sleeve Gastrectomie)

Der Schlauchmagen gilt als relativ neues Verfahren in der Adipositaschirurgie. Erfahrungen liegen erst wenige vor. Es gibt derzeit erste Veröffentlichungen und Arbeiten aus den letzten 3 Jahren.

Fest steht, dass unter 5 Adipositaschirurgen auch 5 unterschiedliche Meinungen zum Schlauchmagen bestehen.

Vorraussetzungen für einen Schlauchmagen sind eine hohe Kooperation und Selbstdisziplin des Patienten, da das Verfahren ähnlich wie das Magenband ausgetrickst werden kann ( z. B. durch hoch kalorische Getränke wie Cola, Alkohol, Limonade, Milchshakes und Süßigkeiten). Patienten ohne diese Vorraussetzung werden häufiger Misserfolge haben.

Diese Operation wird zur Zeit des Öfteren als Ersteingriff bei extremer Fettsucht (BMI > 60) empfohlen, mit dem Ziel, nach der ersten Gewichtsreduktion eine weitere Option (BPD-DS (Duodenal Switch), BPD Scopinaro, RNY-Magenbypass oder auch Bandverstärkter Magenbypass (FOBI Ring)) anzuschließen.

 

Prinzip des Schlauchmagens:

Bei diesem Eingriff wird mittels eines Staplers der größere rechte Teil des Magens (Korpus und Fundus) entlang der kleinen Kurvatur komplett entfernt, so dass je nach Kalibrierungssonde ein 1,5 - 2,5 cm dicker Magenschlauch entsteht. Durch die Schlauchbildung verringert sich das Volumen beträchtlich auf etwa 70 - 120 ml. Dadurch kommt es nach Zufuhr kleiner Nahrungsmengen zu einem Sättigungsgefühl. Durch Dehnung des verkleinerten Magens kommt es zum Auftreten eines verfrühten Sättigungsgefühls, die Essmenge an sich wird reduziert.

Der Schlauchmagen ist ein Verfahren das weit mehr Risiken birgt, als es zur Zeit von einige Chirurgen dargestellt wird. Der Schlauch muss möglichst mit 32 Charier (French) Sonde kalibriert werden um ein ausweiten nach etwa 2 Jahren zu verhindern. Wird dies nicht gemacht oder gar ganz ohne Kalibrierung gestapelt, dehnt sich der Schlauch meist wieder sehr aus und kann somit die Restriktion nicht aufrechterhalten. Es komm wieder zur Zunahme! Auch muss gerade zu Speiseröhren hin im Hisschen Winkel sehr sauber gearbeitet werden. Es könnte sonst zu Leckagen und somit zur Undichtigkeit des Schlauches kommen.

Ein Hungerhormon (Ghrelin), das vor allem in diesem Magenanteil gebildet wird, wird in Folge weniger produziert, weniger Heißhungerattacken sind die Folge.

Durchschnittlicher Krankenhausaufenthalt: 5-7 Tage

Durchschnittlicher Gewichtsverlust: 40-60% des Übergewichtes in 2 Jahren

Vorteile des Schlauchmagens:
Durch die Sleeve gastrectomy kommt es zu einem raschen Gewichtsverlust, jedoch geringer als beim Magenbypass. Der obere Verdauungstrakt bleibt mittels Magenspiegelung (Gastroskopie) weiterhin einsehbar. Im Gegensatz zum Magenbypass sind regelmäßige Vitamin-B12 Spritzen nicht erforderlich. Es wird kein Fremdkörper implantiert, die Operation ist in ihrem Ausmaß kleiner als der Magenbypass.

Nachteile des Schlauchmagens:
Diese Operation ist bei Essstörungen wie Binge Eating (unkontrollierte Essattacken) oder Sweet Eating (vorzugsweise Süßigkeiten oder hochkalorischen Getränken wie Fruchtsäfte, Limonaden), sowie besonders bei Patienten mit Sodbrennen nicht geeignet.

Es ist das einzige irreversible OP Verfahren derzeit, da eine Magenamputation nicht rückgängig gemacht werden kann!

Komplikationen
Allgemeine und Spezielle ähnlich Magenband, Magenbypass


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